4. Dezember 2011: Follow the Leaver!
Wer gehet, der kommet.

Türe auf
Hinein in den Raum: 8 Füchse und ein importierter Schnellspanner – Türe zu. Die reizende Moderatorin (Magdi) schüttelt kräftig. Und dann? Dann stellt sich bei der vorweihnachtlichen Gesundenuntersuchung heraus, dass die beeindruckende Fasciomuskularitätsgymnastik des Patienten (Andi) nur eines bedeuten kann – ER (jetzt Max) ist schwanger. Das kann ja schon mal passieren, ganz gleich ob er jetzt oben oder unten war.

Sollte er dann mit dem Sprössling einen Spielplatz besuchen, so möge er sich in Acht nehmen, denn dort wimmelt es nur so von Bio-Sand-Verfechtern, Mitgliedern der Spiraltier-Mafia und abgebrühten Spielplatzmarketingagenten (Erik). Denn im oberen Konkurrenzbereich der Spielplatzbaugesellschaften wird die Luft ganz dünn – und riecht nach McChicken.

Drum zogen die Bio-Demonstranten wieder ab und eröffneten die erste Bio-Tankstelle Wiens. Nach dem 51. unbezahlten Praktikum darf man dort als Jungspund (Florian/Stimme: Andi) die gustatorischen Gelüste des modernen Autos befriedigen . Hat jedoch eine sibirische Truckerin (Sabine/Stimme: Florian) mal ein Auge auf den Weltrekord im 5er-Konvoi geworfen, dann kann sie ein bisschen Bio-Erdnuss-Öl auch nicht aufhalten.

Ein Liebesdämon (Richard) vielleicht schon. Denn auch wenn seine Kräfte in den letzten 250 Jahren etwas nachgelassen haben, kann er Daniela (Julitta) und Andreas (Stefan) ganz schön den Boden unter den Füßen wegreißen. Das lässt sich dann kaum mehr in Worte fassen, das lässt sich nur noch singen. Sollte zwischen den beiden dann doch eine Hochzeit ins Haus stehen, dann ist der perfekte 10-Minuten-Weddingplanner von Nöten – der ist allerdings gerade auf einer Party, zusammen mit einem Dreck-Katalogisierungsspezialisten und einer Serie Zootiere, die ihr neues Gehege erkunden, wobei zumindest der Pinguin (Julia) im Gastgeber im Anzug sogleich seine Familie erkennt.

Türe zu
Türe auf

Hinaus fliegt eine Krähe (Sabine), genauer gesagt, corvus major, ihre zarten pechschwarzen Flügel im Licht der untergehenden Sonne glänzend. Sie blickt zurück durch die Tür.

Dort steht sie, Conchita die Unglaubliche (Julitta). Im zarten Alter von 18 Jahren treibt sie’s mit den Männern wild und ihren Vater in die Verzweiflung. Aber wer könnte denn dem Latino mit der Rose zwischen den Zähnen widerstehen? Wobei dieser andererseits keine Chance gegen Klaus (Stefan) hat – denn Klaus hat ein Auto. Dafür hat der Latino eine schlagkräftige rechte Gerade, mit der er jedoch aufpassen sollte, denn der Nikolo sieht alles und ist niemals weit.

Und da liegt sie, die Perle der Perlen, nur echt mit 52 Lagen Verpackung. Und Pichler (Andi) hat es geschafft, er darf sie in den 13. Stock bringen. Doch irgendetwas ist faul in der Perlenumschlags-AG Salzburg. Das weiß der Manager (Max) und will’s vertuschen, das weiß die Sekretärin (Julia), und verschweigt’s ihrem Mann (Erik). Doch Obacht, der Nikolo sieht alles und ist nie weit.

Vielleicht treffen sie sich deshalb alle bei der Messe, Sonntag um 10:00, und erfahren dort, worum‘s so geht im Leben. Einige wissen’s schon. Wie zum Beispiel der Onkel Walter (Florian). Der sagt, man muss so lieben, wie man Steine über den Fluss springen lässt – möglichst lang. Oder natürlich die Krähen selbst – nicht einsperren lassen, egal wie viel Freude das dem Herrn Oberstudienrat Biologieprofessor auch bringen möge, und den kleinen Piepmatz im Nest (Richard) gut füttern und lieb haben. Oder die alte Dame mit dem Buch in dem steht: Die Antwort weißt nur du!

Krah! Türe zu!
(js)

Wer gehet, der kommet!

13. November 2011: Wer erkennt Stefan Fent?

Wer kennt Fent oder Im Herzen der Eiskönigin – Ein Drama in drei Akten

(Jetzt auch als Zeitlupenrap erhältlich)

Charaktere – in der Reihenfolge ihres Auftritts
Luise – Magdalena Eva – Magdalena
Der Liebende – Andi Der Vater – Stefan
Herbert – Stefan Die Wellen – Erik, Richard
Die Liebhaberin – Julitta Die Tochter – Sabine
Der Ehegatte - Andi Der Wal – Julia
Die Managerin – Julia Franz - Stefan
Der Coach – Richard Julia - Julia
Die Kaffeetrinkerin – Sabine Viktor – Publikum
Adam – Erik Herlinde Maier – 12vorFuchs
Gott – Stefan  
1. Akt

Ein Bürogebäude, davor ein Park

Auftritt des Liebenden, er setzt sich neben Luise, seine Angebetete Luise (das so eben geschenkte Blümchen in den Händen drehend):
Luise:Wo sind Sie?
Liebender: im 99.
Luise: ich bin im 54.
Sich zulächelnd gehen beide ab

Wechsel in eine Wohnung, liebevoll naiv eingerichtet

Herbert sitzt lässig auf seinem Stuhl und wartet auf den geliebten Espresso seiner Geliebten
Herbert: Ist dein Mann nächstes Wochenende zu Hause?
Geliebte (serviert ihm den Kaffee mit einem Kuss): Herbert, ich muss dir etwas sagen: ich bin schwanger.

Unvermittelter Wechsel in eineTrainingshalle mit Tribüne, in der Mitte des vermeintlichen Spielfelds ein Café-Tischchen

Die Kaffeetrinkerin wird vom Coach und der Managerin beim Training beobachtet. Sie fühlt sich ein klein wenig unwohl dabei, tut aber so, als merke sie nichts
Die Managerin (etwas näselnd): wenn sie so weiter macht, wird sie noch so gut wie Schwendrik.

Der Coach (leicht nervös wirkend): Schwendrik war mein Bester. Wenn sie so gut werden soll wie er, dann liegt noch sehr viel Arbeit vor mir.

2. Akt

Zurück in der Wohnung

Die Geliebte sitzt hoch schwanger auf dem Sessel, der Ehegatte kommt nach Hause
Geliebte (zärtlich ihren Bauch streichelnd): Du warst lange weg!
Es klingelt an der Tür – es ist Herbert

Wechsel in eine verlassene Bar im Morgengrauen.

Adam sitzt auf einem Hocker, den Kopf in beide Hände gestützt. Gott spricht zu ihm
Gott: Adam! Hier spricht dein Schöpfer!
Eva tritt von hinten an Adam heran, gähnend.
Adam (ohne Eva anzusehen): Hat dich eigentlich jemals jemand gefragt, ob du geboren werden willst?
Gott: Ich glaube, ein Urlaub könnte ihm gut tun!
Eva: Lass uns nach Amerika fahren!

Wechsel auf die stürmische See

Der Vater wartet auf ein Schiff, Auftritt der Wellen.
Tochter (singend): Versunken bin ich tief im Meer, nimm es doch bitte nicht so schwer!
Der Wal kommt ans Ufer , der Vater reitet auf dem Wal davon

Eine andere Wohnung, ein anderes Ehepaar

Franz: Wo sind die Kinder? Was gibt's zu essen?
Julia (ein wenig steif, fast so, als ob sie sich den Text zuvor eingeprägt hätte): Ich hab keine Zeit gehabt, was zu machen. Ich hab arbeiten müssen. Du hättest auch von unterwegs was mitnehmen können. Mitdenken!
Franz (auch er, als ob er dies zuvor geprobt hätte) schreit: Ich hab gefragt, wo die scheiß Kinder sind!
Julia: Wir haben keine Kinder!
Franz: Ach ja, stimmt! Naja. Dann machen wir das Ganze halt noch mal!
Franz zieht wieder seinen Mantel an und geht nach draußen. Julia, die ohnehin schon am Schreibtisch sitzt, wendet sich wieder ihrem Computer zu.

3. Akt

Irgendwo, ein Chaos

Auftritt aller Charaktere und noch einiger mehr. Herbert und der Ehegatte treten vor die Richterin und streiten sich um das Kind, das die Geliebte in den Armen trägt.
Liebender und Ehegatte gleichzeitig: Ich habe Beweisfotos!
Richterin (zur Geliebten): Aber du wolltest doch mit mir ein Kind! Das ist doch mein Kind!
Geliebte: Du warst so lange weg!
Der Ehegatte und der Liebende springen gleichzeitig aus dem 99. Stock, ein Blinder springt hinterher, während sich auf der anderen Seite des Irgendwo das Chaos verschärft.
Julia: Ich kann Sie verstehen, wir haben auch keine Kinder.
Alle gehen ab

Nachspiel:

Viktor und Herlinde Maier treffen sich auf der Straße
Viktor (mit sonorer Stimme): Haaallooo Herlindee!
Herlinde Maier (mit sich etwas überschlagender Stimme) : Hallllo Viiiktorr!
Viktor: Woas machst du heute Abend?
Herlinde: Ich gueehe ins Kiieno
Viktor: Waas fschaust du diir an?
Herlinde: eiiinenn Fihorrofrfilm

(jb/Stefan Fent)

Bilder vom 13.11.2011

Wirklich? Sie lesen Alt-Tags?

16. Oktober 2011: So viele Menschen auf der Bühne!

Woher sie kamen wird immer ein bisschen ein Rätsel bleiben. Aber DA waren sie, die Improtagonisten - und darauf kommt es ja an. Was genau passierte, wird wohl auch immer ein bisschen ein Rätsel bleiben. Aber es passierte eine ganze Menge, soviel ist sicher.

Egon-istische Bühnensiege und aufständische Niederlegen. Spontane Heiratsanträge und vorgeschriebene One night stands. Zwergenhafter Schüttelfrost und bärenstarker Winterschlaf. Klerikaler Schwarzmarkthandel und paterachaler Ministrantenmord, um nur einige der Geschehnisse zu nennen. Und egal ob berittener Banküberfall im Wilden Osten, wo schöne Frauen den Banker ablenken oder statischer Banküberfall in Österreich, wo Bankkunden mit gefinkelter Argumentation, wieso nur eine Hand hoch zu halten sei, ihre Bankräuber verwirren; einen oder mehrere Schuldige gibt es fast immer.

Aber nicht verzagen:
Denn kaum war die Mittagspause vorbei, bewiesen die Superhelden ihre mannigfaltigen Arbeitsweisen, bereiteten dem Bösen (Wolf) und der Inflation ein Ende und ermöglichten der Menschheit ein verletzungsfreies Karottenschälen – Die Welt ward gerettet.

Was auch immer passiert ist, es war ein Abend, der Herz und Hirn (um)rührte.
Nun ist alles gesagt, und wir können gehen in Frieden - in spiritu Amen! (jb)


Das ist kein Alt-Tag

26. Juni 2011 - Der Alltag hatte uns wieder!
12 vor Sommer

Stellen Sie sich vor: ein Luxushotel in Italien, ein roter Teppich, ein korrekter Concierge an der Hotelrezeption, ein korrupter Kofferboy vor der zweiten Tür links. Ein Mann, gefesselt vom Wahnsinn der Liebe, hinter der zweiten Tür links. Ein teuflischer Plan, ausgeführt von einer verführerischen Lady. Teuflisch auch der Plan, den Papst zu töten. Wurde Herr Müllerbauer durch diese Tat seinen Faust-Fruchtwasser-Komplex los? Jedenfalls losgegangen ist die dritte Bombe, von der keiner wußte, wo sie sich befindet – vermutlich nicht einmal Lady MontagO2 selbst.

Selbst der Therapeut kann sich das nicht erklären. Wie konnte das passieren? Hat er sich zu wenig Zeit für seine Patienten genommen? – Aber einmal Superagent, immer Superagent. Mit seinen Talenten wird Hermann regelmäßig in die unmöglichsten Geschichten verstrickt. Er hat nicht nur einen Riecher für Infektionen, Invasionen und Infiltrationen, sondern schwingt sprachfehlerfreie Entwaffnungsreden und fegt seine Gegner mit gekonnten Schwüngen zur Seite.

Doch gefegt wurde nicht nur in Oberösterreich, sondern auch in Kärnten (mehr oder weniger), nämlich Verbrecher von der Straße. Wer nun ein echter oder ein gefälschter Verbrecher ist, bleibt Ansichtssache. Ob der Profikehrer und der Modellbahnbauer gemeinsame Sache machten? Zeiss wie es wolle, eine schiefe Optik machen die beiden allemal.

Wirklich unschuldig ist niemand, aber wer sich nicht erwischen läßt, schwimmt im Geld, auch wenn es nur Lire sind, oder aber lieber im Ozean bis zu den Elefanten, deren Herzen so gar nicht aus Stein sind und die auch zum Steinerweichen weinen können, so sie in Cornwall zurückgelassen werden.

Und irgendwo in Afrika gibt es eine göttliche Macht, die das alles vielleicht hätte verhindern können! (jb)


12 vor Sommer

2. April 2011 - 12 vor Fuchs auf der Suche nach dem Alltag...
Alt Ag

Was für ein Abend! Sieben ‚alltägliche’ Geschichten auf der Improbühne mit 12vorFuchs!
Figuren die leben, lieben und leiden – und schließlich großteils im Himmel landen, wo in der Zwischenzeit ein Führungswechsel stattgefunden hat...
Aber nun mal schön langsam – hier die Details:

Geschichte 1:

Herr Navratil liegt narkotisiert auf dem OP-Tisch und wartet auf die Operation seiner Niere. Der zuständige Arzt hört klassische Musik auf Ö1 während er seinem Kollegen stolz von seinen neuen Schlagtechniken beim Golf erzählt – kein Wunder, dass da bei der Operation etwas schief gehen muss – insbesondere wenn nicht geklärt ist, ob die Niere nun zur Transplantation freigegeben ist oder nicht. So erfährt Herr Navratil Wochen später, dass er inzwischen weder Nieren noch Leber besitzt. Einem beschwerdefreien Weiterleben, so meint der Arzt, stehe aber trotzdem nichts im Wege, er dürfe nur zwei Dinge auf keinen Fall mehr tun: Worte mit x und y sagen und klassische Musik hören. Eine zeitlang geht das auch recht gut – selbst wenn seine Frau die Scheidung einzureichen gedenkt, da ihr Mann sie nicht mehr auf die traditionellen Klavierkonzerte begleiten möchte – doch als Herr Navratil dann in einer Gameshow völlig auf die Verbote vergisst und die alles entscheidende Frage mit ‚Xylophon’ richtig beantwortet, macht ihm das den Garaus: er entschwebt in den Himmel, wo er verwundert feststellen muss… (siehe Geschichte 7!)

Geschichte 2:

Haben Sie schon mal eine Weiterbildung in Pyrotechnik besucht? Nein?! – Dann wird es aber langsam Zeit! Denn was man dort für Leute kennen lernen kann, ist allerhand: z. B. Frau Dr. Maria Siebert, eine seeeehr (ein!?)gebildete Spezialistin auf dem Gebiet, die sich nach willigen MitarbeiterInnen umsieht, um ihren großen Plan in die Tat umzusetzen: die Weltherrschaft an sich zu reißen! Und die findet sie auch in Form eines überaus motivierten Pyrotechnik-Neulings aus Omsk, einer Häkel- und Strickexpertin, der man auf den ersten Blick gar nicht ansieht, dass sie die geborene Alleinherrscherin ist und einer ehemaligen Pfeifenstopferin, die mit ihren Kühen unterwegs ist – letztere sollen bei dem Projekt eine wesentliche Rolle spielen, doch als sie auf Hochtouren gebracht werden, zertrampeln sie unglücklicherweise den neuen Mitarbeiter aus Omsk, was dazu führt, dass Frau Dr. Siebert im Gefängnis landet. Die neu erworbenen Fertigkeiten des Herrn aus Omsk auf dem Gebiet der Pyrotechnik finden aber aufgrund gewisser Umstrukturierungen im Himmel sofort großen Anklang…(siehe Geschichte 7!)

Geschichte 3:

Alltag in einem Trainingslager für Leibwächter – und das noch dazu mit der Auflage, im ABC sprechen zu müssen! (Erster Satz mit A, zweiter mit B…) Da scheint es wenig verwunderlich, dass der Auszubildende Fritz nicht in allen Disziplinen perfekt sein kann – dies zeigt sich, als er die berühmte Schauspielerin Karla Omifez beschützen soll: sie überfordert ihn mit ihrem Tempo in den Einkaufsstraßen vollkommen und es zeigt sich, dass körperliche Ausdauer nicht zu seinen Stärken zählt! – Fazit: Oft ist es ein Glück, nicht überall perfekt zu sein! Karla, die überzeugt ist, dass körperliche Fitness und Ausdauer für Leibwächter unabdinglich sind, erfüllt mit ihren Kontakten einen von Fritz’ Jugendträumen: er darf bei der Entwicklung des neuen Pixar-Films "Snails" dabei sein und die Schnecken bewachen!

Geschichte 4:

Commander Grant sitzt wie jeden Tag vor seinen Instrumenten, seine Assistentin Joanne kümmert sich wie jeden Tag um sein Wohlbefinden, das Hologramm Frank erzählt wie jeden Tag nichts Neues – ein ganz normaler Tag auf dem Raumschiff von Commander Grant. Bis plötzlich die rote Lampe Stella zu blinken beginnt. Nervosität kommt auf, das Hologramm Frank erklärt, dass man sich im Anflug auf den berühmt-berüchtigten Planeten Cebulon befindet, welcher unbedingt begutachtet werden sollte. Kurz darauf finden sich der Commander und seine Assistentin Joanne auch schon auf dem Planeten wieder, umzingelt von einer außerirdischen Spezies, die die Eindringlinge zu eliminieren droht. Schon werden die letzten Barrikaden ihres Verstecks weggerissen, als Joanne auf die Idee kommt, im zufällig mitgenommenen Silberbesteck die Sonnenstrahlen zu bündeln und sie gegen die Angreifer zu richten. Nach erfolgreichem Kampf stellen Grant und Joanne allerdings fest, dass ihr Raumschiff inzwischen auf und davon ist: das Hologramm Frank und die Lampe Stella haben den teuflischen Plan mit dem Planeten ausgeheckt, um sich der beiden zu entledigen und nun endlich zu zweit ungestört das Weltall-Dasein genießen zu können...

Geschichte 5:

Das bunte Treiben in einem Kaffeehaus, die große Liebe der Besitzerin zu einem ihrer Stammgäste, die junge Kellnerin, die das hat, was der Chefin fehlt und so den heiß begehrten Mann für sich erobert, die Eifersucht der Chefin auf deren Erfolg, schließlich aber ihre Großherzigkeit und das versöhnliche Happy End – großartiger Stoff für ein ebenso großartiges Musical! Auf zum Broadway!

Geschichte 6:

Für Gespenster gibt es nur eine tragische Sache: wenn sich niemand mehr vor ihnen fürchtet! Dieses schlimme Schicksal ereilt die beiden in einem Spukschloss tätigen Berufsgeister nach der Übernahme und kompletten Umstrukturierung durch eine neue Besitzerin. Da bleibt nur noch der Gang zum Psychiater, der eine einschneidende Veränderung im Leben der beiden zur Folge hat: Jobwechsel in eine Geisterbahn für Kinder – hoch lebe die Umschulung!

Geschichte 7:

Was wäre gewesen wenn…?! - wie oft fragt man sich das im Leben, aber die möglichen Verzweigungen bleiben stets im Dunklen. Nicht so im Theater! Als der Hausmeister Herr Silacek gerade Herrn Offner bezüglich Veränderungswünschen im Haus befragen möchte, klingelt bei Letzterem das Telefon – und es meldet sich...
a) seine Mutter, die ihm verkündet, dass sie sich mit ihrem Mann in Australien ein Haus samt einer Straußenfarm gekauft hat und dass er doch mitkommen soll, um dort mit ihnen zu leben. Trotz seiner Furcht und Abneigung gegenüber Vögeln siegt die große Liebe zu seiner Mutter und Herr Offner verlässt sein altes Zuhause - und damit auch Herrn Silacek.

b) der Kommissar der Baubehörde, welche festgestellt hat, dass Herr Offner mit der Unterstützung von Herrn Silacek die Wohnung vollkommen illegal 15m in den Hof hinein vergrößert hat – und das nur, weil Herr Offner schon seit seiner Kindheit unter ‚Platzmanie’ leidet! – Wie das wohl jetzt in einer engen Zelle werden wird...

c) Gott! Nachdem er aus Herrn Silacek schlichtweg Herrn Sedlacek gemacht hat und sich dabei auf seine Allmacht beruft, bringt er ihn und Herrn Offner via Duschen-Teleporter in den Himmel. Er hat die viele Arbeit satt und braucht mal dringend Urlaub, weswegen er die beiden beauftragt, eine Zeit lang die Wolken in Ordnung zu halten, die Engel auf die 30km/h-Beschränkungen aufmerksam zu machen und auch sonst nach dem Rechten zu sehen – während er sich auf dem Urlaubsparadies Cebulon zu entspannen gedenkt. Dass man sich als allmächtiger Herrscher aber gut überlegen sollte, seinen Stützpunkt so einfach zu verlassen, zeigt sich, als er bei seinem Zurückkommen feststellen muss, dass inzwischen Luzifer die Himmelsleitung übernommen hat und dank pyrotechnisch ausgebildeter Neuankömmlinge ein neues Eventmanagement aufgezogen hat – ganz zur Freude des leber- und nierenlosen Herrn Navratil!

Vielen Dank an alle die da gewesen sind und uns mit ihren tollen Vorgaben und der wunderbaren Stimmung unterstützt haben! Hoffentlich bis bald, wenn es wieder heißt: nichts ist vorbereitet, alles passiert im Moment und zum ersten und einzigen Mal! (sf)


All Tag!

12. Jänner 2011 - Pfeilheim-Special:

12 vor Fuchs auf der Suche

Quer durchs Pfeilheim machten sich die Füchse auf die Suche; zuerst einmal nach einem Baby, dass sich vom Rucksacktouristen (Max) auch mit Langhaarperücke nicht finden ließ. Schließlich wusste ja keiner, was es da machte, wie es da hingekommen war, und warum es in Dolby-Surround weinte – fix war nur, wenn es gefunden würde, würde etwas gar Schreckliches geschehen! Oder doch etwas Wunderbares?

Dann suchte man nach der Erfüllung des Lebens, ganz gleich ob als ewig Martinis servierender Kellner (Richi) oder als weit gereister Fotograf (Andi) mit mehr oder weniger noblen Zielen – ob seine College-Bekanntschaft (Magdi) die Lunte wohl doch roch? Or did it smell too much like songs? Wenn ja, dann verdanken wir das der musikalischen Untermalung à la Erik.

Definitiv wurde auch nach einer Säge gesucht, und zwar in der neuesten französischen Barock-Operette der Stadt – der Regisseur beschließt, noch etwas daran zu arbeiten…

Fündig wurden die Füchse schließlich in der heimischen Betriebsküche – die genaue Anzahl an Zombies, Leichenteilen, und ob die Sonne morgen wieder aufgeht, erfahren Sie in "Die Tücken der Fleischwolfs" – demnächst in ihrem Kino.

Vielleicht landen wir ja alle in jenem Küchengerät, schließlich haben wir durch intensive historische Recherche auch herausgefunden, wer Kennedy erschossen hat – Nixon und die Russen warn’s, das haben Sie sich bestimmt schon immer gedacht. Allerdings scheint es, als wären die Pläne dafür schon von Wimpertierchen in der Ursuppe geplant worden - das FBI ist eben überall.

Und unsere Moderatoren der Goldenen Hits haben für diesen Abend eine ganz besondere CD Kollektion gefunden – diese widmet sich der definitiv unterschätzten Berufsgruppe der Immobilienmakler und ist um den Spottpreis von 79 € erhältlich. Sie beinhaltet Top-Hits wie "Makellos" (Max), "Der Flughafen Shop" (Julitta und Stefan) und "Maus, Maus, komm heraus, dann verkauf ich dir ein Schneckenhaus" (Julia).

Ganz Themengetreu galt die zweite Hälfte des Abends einem Freestyle unter dem Motto "Auf der Suche nach der totalen Wuschigkeit".

Ob man sie nun liebt oder nicht, beim ersten Abendessen oder vor Gericht, eines ist sicher, Schokolade macht offenbar wuschig. Wenn der Arzt dann die Patientin doch nicht so ganz will, gibt es dafür kaum eine Erklärung – es muss wohl an ihr liegen. Woran es allerdings liegt, dass die Druckwellen gewisser Flatulenzen gleich ganze Hörsäle umwerfen, lässt sich wirklich nicht leicht sagen – aber tragisch ist’s wohl schon – da können auch unsere beiden Geistlichen keine Abhilfe schaffen, auch wenn sie mit dem Halleluja-Handy den direkten Draht zum Heiligen Vater haben – sei dieser Draht nun rot oder grün.

Zumindest wurde der Beitrag zur gewaltfreien Konfliktlösung klar geliefert, denn schließlich können die Wogen beim Kartenspielen noch so hoch gehen, das Duell des Abends wurde durch den Satz "Deine Ohren sind so groß dass es ein Wunder ist, dass du nicht davonfliegen kannst" entschieden. In diesen Momenten innerer Kindlichkeit kann man nur noch hoffen, dass es bald Gummibärchen regnet, denn dann wird bestimmt alles wunderbar. Oder schrecklich?

Danke an alle, auch für den Lehm im Leb’n!

Viva la revolucion!

(js)

16. Oktober 2010: Freiheit!!!

Freiheit – Verwirrung – Freiwirrung – Verwirrheit – Freedom

Tote erwecken funktioniert mit Mikrofonen, nicht mit Mikroskopen.

Blutflecken werden mit Autos vom Boden gewischt, nicht mit Staubwedel, damit wischt man Otto weg.

Wer ist Röhr? Und warum ist er unsichtbar? Und worauf macht er sich einen Reim? Wer hat den Kaffee aufgestellt und welches Pappi ist verantwortlich für das begehrteste Schüttbild der Welt?

Wer gewinnt das musikalische Bilderwrestling?...Oder war es doch Daumenwrestling? ...Oder Damenwrestling?... Verwirrung oder Freedom?

K.O. für alle!

.tssäl nebehba nezremhcsnekcüR ztort semreH eiwos tgeib edareg redeiw nellerofnegobnegeR nov neppuhcS etuargre tsbles dnu thielrev legülF nemelborP nella lluB deR ssad, tnuatsre tsi simetrA tsbleS

Und was noch viel wichtiger ist: Wer ist Frünge oder Frunz oder Schrunz oder Schlunz? Ist er beteiligt am Bruttonationalprodukt? Mit seiner Öde an ebendies erfüllt zumindest der Präsident seinen Staatsauftrag.

Bello wird Bella heiraten. Oder hebt Bello lieber verzückt sein Bein und beglückt damit den unbeachtetsten Baum des Waldviertels?

Passen Nudeln zum Paprikahuhn? Wohl kaum, die zwielichtige Mutter wird zum Vampir, womit wir wieder beim Blutfleck angelangt wären.

Ob er seine Perle jemals kriegen wird oder aber seine vampirische Herkunft sie für immer trennt?

Und was haben bitteschön Frau Hauser und ihr bohrender Finger mit all dem zu tun?

If you are looking for answers to all these questions, sollten Sie diesen Film auf keinen Fall verpassen:

Gelbe Wolken sterben nicht – Ab 20. Oktober im Kino ihres Vertrauens.

Freestyle!

3. Juli 2010: Guten Morgen!
Kipfal

Es begrüßen Sie zur dritten Auflage von Frühstück mit Fuchs die StudiomoderatorInnen Madeleine (Julia) und Christian (Erik). Wie? Sie haben es verpasst, Samstag abend rechtzeitig für das Frühstücksfernsehen um 20 h aufzustehen? Anstatt den Tag anzupacken, lungerten Sie vor einem erstaunlich torarmen WM-Viertelfinale oder versteckten sich vor der Hitze im letzten Winkel ihres Kellers? Nicht genieren, denn jetzt ist sie da, die Frühstück mit Fuchs – Nachlese!

Der 3. Juli ist ja bekanntlich der Tag des Dosenöffners, welcher vor genau 150 Jahren erfunden wurde und damit die 50 jährige Durststrecke, in der die 1810 erfundenen Konservendosen nur mit Hämmern geöffnet werden konnten, beendete (Nachzulesen auch hier. Grund genug, diesem Helden des Alltags ein paar Lieder zu widmen. Zunächst hörten wir den Chartstürmer La la la – die Geschichte der Thunfischdose, interpretiert von der Balladensängerin Julitta.

Im Horoskop der Woche erfuhren alle Einhörner, dass ihnen aus dem Quadrat des Jupiters höchste Gefahr drohe und besser alle Fabelwälder zu meiden seien (Irene). Seinen landesweit berühmten, räumlich ausufernden Akzent kaum unterdrückend, übersetzte der vierfach promovierte Gebärdensprecher (Richard).

In unserer Gerichtssendung musste der Angeklagte (Stefan) durch Hinweise der Staatsanwältin (Irene) und des Richters (Max) zum ihm unbekannten Schuldeingeständnis gelangen, in der Nationalbibliothek in einer Sandkiste in der Nase gebohrt zu haben. Wie schwierig es ist, zum Banalen vorzudringen, wenn das Böse doch so nahe liegt, zeigte sich beim Lustigen Körperöffnungen-Erraten, das der Angeklagte spontan in das Spiel integrierte. Wir gratulieren zu sieben Jahren Haft.

Fans von Moderator Christian (Erik) hatten heute Gelegenheit, ihren Star und seine Jugendsünden ganz persönlich kennenzulernen. In einem Rückblick auf die Alten Zeiten erfuhren wir von einer leidenschaftlichen Vegangenheit als Synchronschwimmer, die er mit seinen KollegInnen (Stefan, Sabine) verbrachte. Als Erfolgsgeheimnis der Truppe stellten sich ihre Motivationslieder heraus: Nach einer herzergreifenden Ballade (Stefan) waren es besonders der Synchronschwimm-Groove (Erik) und der I-hüpf-I-spring-das-ist-mein-Ding-Landler (Sabine), welche diesen zu Unrecht unterschätzten Sport würdigten.

Auch Frühstück mit Fuchs kann sich dem anhaltenden Trend zu Casting-Shows nicht entziehen. Doch wir befinden uns in guter Gesellschaft, auch das Burgtheater castet, worauf wir einen Blick in der Sendung Neun Uhr – KultUhr werfen durften. Junge Schauspieltalente mussten dabei ihre Fähigkeit zum Dialog ohne Textvorlage unter Beweis stellen. Als Sieger des Castings ging das Paar hervor, das Jean-Paul Sartres „Die Fliegen“ / "Wilde Flucht aus Marrakesch" präsentierte (Max, Sabine). Die anderen KandidatInnen blicken nun einer fröhlichen Karriere als langzeitarbeitslose SchauspielerInnen entgegen (Andi, Richard, Julitta, Stefan).

Auch die Nachfolge von Frühstücksfernsehen-Moderatorin Madeleine (Julia) wurde in einem Nachrichtensprechercasting ausgeschnapst, aus dem Kandidat 1 (Andi) als Sieger hervorging. Der Rest (Max, Irene, Magdalena) scheiterte daran, Sätze mit 1, 2, 3, 4, 3, 2 und 1 Worten zu sprechen.

Das Publikum ist König, weshalb wir im Spiel Guten Morden! – Sie wünschen, wir töten einen Menschen ihrer Wahl (Andi) meucheln ließen. Wie von Ihnen gewünscht, geschah das auf einer Toilette beim Eiffelturm mittels einer Spaghettigabel namens Elfriede. Siegreiche Vollstreckerin war dabei Mörderin 1 (Julitta; ebenfalls beteiligt: Magdalena und Irene).

In einem zweiten Lied zum Tag des Dosenöffners lernten wir die Heavy-Metal-Qualitäten von Sabine, Richard und Konservendosen an sich kennen.

Um uns allen das Sommerloch möglichst angenehm zu gestalten, warfen wir einen Blick auf drei in Kürze anlaufende Kinofilme. Wir sahen Trailer zu dem Horrorfilm Der Dschungel brennt, zu dem Fantasydrama Im Land der großen Zwerge und zu dem Bollywood-Stummfilm Die sprechende Rose.

Bevor wir Moderatorin Madeleine (Julia) aufgrund ihres Wechsels ins Society-TV verabschieden mussten, musste sie sich einem Promi-Spleen-Erkennungstest unterziehen und dabei Ticks und Eigenheiten identifizieren: Promi 1 (Stefan), der abwechselnd an zu hoher und zu niedriger Schwerkraft litt; Promi 2 (Andi), der lauter olympische Siegesmomente in Zeitlupe durchlebte; und Promi 3 (Magdalena), die in all dem Chaos eine Bundesheer-Truppenübung durchzupeitschen versuchte.

Frühstück mit Fuchs verabschiedete sich mit einem letzten Lied zum Tag des Dosenöffners, in dem Sabine unter vokaler Mithilfe der ganzen Truppe ein existenzialistisches Gedicht über das Scheitern an Dosen in gesungener Form darbrachte.

12 vor Fuchs sagt Danke fürs Dabeisein vor Ort und vor den Displays, die ihnen diese Zusammenfassung zeigen, und wünscht ihnen einen schönen Sommer!

Um Ihnen auch in Zukunft Frühstück mit Fuchs präsentieren zu können, sind wir zur finanziellen Nachhaltigkeit und damit zur Ausstrahlung von Werbung verpflichtet. Das Publikum entschied sich, sämtliche Werbeblöcke des Abends an die Hersteller von Elfriede, der tanzenden Spaghettizange zu vergeben. Elfriede (Magdalena) macht nicht nur jedes Spaghettiessen zum Spaß für die ganze Familie, sondern wird auch von echten ItalienerInnen (Irene, Max) empfohlen. Die nächste Version Elfriede 2.0 wird Gerüchten zufolge auch eine Dosenöffnerfunktion besitzen. Wir halten Sie am Laufenden. (ms)

Kipfal

12. Mai 2010: 12 vor Fuchs spielte wieder verrückt.
Und das Publikum mit.

Es begann, wie alles beginnt: In der Ursuppe einer dunklen Vorzeit, in der ein paar kaulige Quappen herumschwimmen, deren Urinstinkt jedoch nicht ausreicht, um zu ahnen, dass ihr Urin stinkt.

Ein paar Millionen Jahre und 3 tektonische Hebungen später: die Frösche in spe schwimmen nun in einem malerischen Bergsee nahe des Großglockners (Julitta) herum, welchen eine Dame aus Deutschland (Magdi) vom Bürgermeister des Tiroler Bergdorfes (Max) erworben hat, um ein Wellness-Hotel zu errichten… Dass ihr Plan weiter geht, als auf den ersten Blick zu sehen ist, sollen wir später erfahren…

À propos später: fast zum gleichen Zeitpunkt, nur etwa 350 komma 97 Wurzel aus 5 Lichtjahre weiter weg - was in einer Dimension, wo es immer wieder zu Rissen im Raum-Zeit-Kontinuum kommt, keine Seltenheit darstellt – fliegt das Raumschiff des Captains (Max) zielstrebig Richtung Anzophelus 3. Die hirnzersetzende Einsamkeit an Bord wird nur geringfügig gelindert durch die Präsenz des Bordcomputers Isolde (Erik), der eine ziemlich nervige Stimme hat. Da schafft auch das notorisch unterbeschäftigte Hologramm (Stefan) kaum Abhilfe, denn es steht nur so rum. Einziger Lichtblick nach so vielen Lichtjahren: die Rap-Einlagen des Captains, die Isolde beatboxend unterstützt.

Auf Anzophelus 3 findet unterdessen ein Spektakel statt, dessen Grausamkeit sich nur Mutter Natur ausdenken kann – oder ein wirklich durchgeknallter Schriftsteller (Sabine): Die gemeine parasitäre anzophelische Laus (Julitta) tötet einen kleinen Stein (Richard), indem sie ihre Brut in ihm ablegt. Wäre der Kapitän nicht zu spät gekommen, hätte er dieses Rätsel wohl auch ohne Isoldes Hilfe gelöst – schließlich hat er sich gerade in den Detektiv Adrian Monk verwandelt. Wahnsinn, die Unordnung auf diesem Planeten. Ein rotes Tuch für den Zwangsneurotiker.

Die Muleta, das rote Tuch des Stierkämpfers (Richard) wird diesem hingegen zum Verhängnis, als er seine letzte Corrida gegen den wilden Stier (Stefan) begeht. Das Raum-Zeit-Kontinuum begleicht eine offene Rechnung, und el Toro beweist, dass Muerte sein zweiter Vorname ist, und er ein wahrer Spießer. In einem letalen Showdown voll männlicher Sentimentalität bäumt sich der Stierkämpfer ein letztes Mal auf, und schmettert ein finales Lied vom Leben und Sterben in der Arena, wie nur Spanier es können.

Trotz soviel manifester Gewalt zieht es auch die Dame mit dem simplen Gemüt und dem Koffer (Julia) ins Iberische; schließlich will sie dort ja Fernsehköchin werden. Ihr erster Auftrag: Das Kochen eines Matildi. Kein Problem, auch wenn so ein Matildi (Sabine) recht groß ist und unglaublich lange Garzeiten hat. Eher ein Problem: das Ganze auf Schwedisch erzählen (Max). Aber zum Glück gibt es ja einen Dolmetsch für Gebärdensprache (Magdi).

Wild gebärden sich auch die zwei Liebenden (Sabine, Max), die aus der gemeinsamen Rasur ein Ritual machen, welches an Erotik nicht zu wünschen übrig lässt… Bis, ja bis der Rasierer (Stefan) und der Rasierschaum mit Erdbeergeschmack (Julia) ein horrendes Eigenleben entwickeln, und sich in einem blutroten Paarungstanz am Feiertag des Triumphs der Maschinen vereinen…

Ein Szenario, bei dem sich einem schon die Nasenhaare kräuseln können… Was in unserer nächsten Szene auch passiert, und beinahe zu einem Drama wird… Wäre das gleiche dem Paar (Magdi, Stefan) im Tschad passiert, wäre es möglicherweise Anlass für ein Volksfest, zumindest aber für eine Heirat gewesen!

À propos weit weg: dorthin muss auch der Sohn (Max), der vom Vater (Erik) zu den Scientologen geschickt wird – möglicherweise, um deren nächster Papst zu werden. Beim ersten Auditing geht es gleich zur Sache: die Anwärter (Stefan, Julia, Sabine) werden gezwungen, eine Krötenschlacht zu veranstalten. Gut, dass da ein paar Tierschützer die Veranstaltung stürmen, und das Ganze sich in einer modernen Tanztheaterszene auflöst.

Etwas aufgelöst ist auch die angehende Psychotherapeutin Hildegard (Magdi); ist doch ihr erster Patient ihr Nachbar (Richard), auf den sie ein bissl steht, und dem es bei der Morgengymnastik die Stimme verschlagen hat…

Verschlagen – und etwas ahnungslos - so blickt auch der junge Twilight-Vampir (Max) seine beiden vampirösen Musen an (Julitta, Julia), und singt mit ihnen ein Trio über erotische Anziehung, das Vampirsein an sich und Schulkinder - leichte Opfer, die sich kaum wehren können.

Kaum wehren kann sich auch das arme Pferd (Stefan), um dessen Tod es beim Showdown in einem dunklen Saloon geht; Joe (Julitta) hat die schwere Aufgabe, diese traurige Nachricht der netten Annette (Julia) zu überbringen. Noch dramatischer kann so etwas nur in einem Rosamunde-Pilcher-Roman vonstatten gehen. Wie gut, dass das Ganze da noch zu einem Musical mutiert, das Pferd ein Lied singt, und auf wunderbare Weise wieder aufersteht!

Etwas früher aufstehen sollen hätte auch der Bürgermeister des zuvor erwähnten Tiroler Bergdorfes, dann hätte er nämlich gemerkt, dass die fiese Lady gar kein Wellness-Hotel bauen will, sondern Teil einer Konspiration epischen Ausmaßes ist: Auch sie ist Scientologin, und wie das so ist, sind die Scientologen letztlich doch nur auf die Kröten aller Menschen aus.

Aus ist auch unser Abend - fast. Bei so viel Wahnsinn ist es letztlich doch sehr gut, jemanden zu haben, der am Ende ein bisschen aufräumt; umso schöner, wenn Maria das tut (Sabine), denn die kann auch so wundervolle Lieder singen, wie jenes über das Weitspucken. Dass sie nach getaner Arbeit die eine oder andere Therapiestunde braucht, ist da durchaus verständlich…

Wir danken allen ZuseherInnen fürs Kommen, die Vorgaben, und einen ganz schön bunten Abend! (mc)

Fristeil

20. März 2010: 12 vor Fuchs spielte verrückt.
Hier ein Rückblick auf eine gute Stunde 100% frei improvisierten Theaters!

Die Szene in Grün getaucht. Eine Wette hat er (Stefan) verloren, deswegen sitzt er jetzt fest, hier im Dschungel. POSITIV DENKEN! Das kann ja nicht so schlimm sein, andere würden gerne in exotischen Gefilden wie am Kilimanjaro zum Beispiel auf Yeti-Jagd gehen (Richard), oder am freien Meer nach Afrika surfen (Käpt’n Iglo a.k.a. Stefan, unterstützt von Surferin Sabine). Zurück zum Dschungelabenteurer: Eine Statue (Erik) weist ihm den Weg in einen seit 2000 Jahren verborgenen Tempel mit einer 2000 Jahre lang von klingonischen Fröschen okkupierten Tempelmeisterin (Julitta), die über ihre Befreiung durch den jungen Recken eiskalt begeistert ist. Der junge Recke muss jedoch leider sein Herz für die Rettung der Schönen geben. POSITIV DENKEN! Schön, wenn man für einen edlen Zweck sein Leben gibt.

POSITIV DENKEN I – so der Titel des Seminars, an dem unsere Schauspielenden teilnehmen. Der Seminarleiter (Max) macht seinen Job gut: Teilnehmerin 1 (Julia) lernt dank ihm, auf einem Bein zu stehen, was den Herrn Gatten (Richard) vor Freude zum Singen bringt. Teilnehmerin 2 (Sabine) schafft es dank des Seminars endlich – nach mehrmaligem Üben mit dem Publikum – dem Gatten in spe (Erik) einen Heiratsantrag zu machen. Pater Wuff (Magdalena) freut sich auch darüber. Teilnehmerin 3, Zonta from outer space (Magdalena), kann sich nach verordnetem Seminarbesuch auch endlich überwinden, die Auslöschung allen Lebens auf der Erde nach Sonnenverlust positiv zu sehen.

Einen etwas weiteren Weg bis zum positiven Lebensgefühl hat wohl noch ein Sohn (Stefan) zurückzulegen. Sein Psychotherapeut (Erik) weist ihm aber die richtige Richtung dorthin: er muss mit seiner Mutter (Magdalena) ins Reine kommen. Statt mit ihr ins Reine zu kommen, kommt er jedoch nur noch weiter unter Frau Mamas Fuchtel, und muss sein restliches Leben mit ihr in Afghanistan verbringen.

POSITIV verläuft es durchaus auch ganz privat für Gretchen (Magdalena) und Fäustchen (Max). In der Ausschmückung seiner erotischen Fantasien zeigt Faust durchaus, dass der Diminutiv ihm nicht gerecht wird. Da muss der Zensor einschreiten! Macht nichts, wir schwelgen in einer anderen Sprache (klingonisch, steirisch) weiter, die versteht der Zensor nicht.

Ein vom Butler James (Julia/Erik) übergebener Brief ruft auf zum sportlichen Polo-Intermezzo, dem sich der Earl (Stefan) und die Lady (Magdalena), unterstützt von vier Händen (Max, Sabine), hingeben. Und dann hat auch schon die Uhr für die Premiere der russischen Operette geschlagen: "Возвращение блудного отца" (Die Rückkehr des verlorenen Vaters) ist die dramatische Erzählung von Kind (Max) und Vätern (Erik, Stefan), die dann doch ein glückliches Ende findet (Interpretation: Julia).

Zurück zu unserem Abenteurer, der im Dschungel sein Herz gab: Dieses Geschehnis muss aufgeklärt werden, denkt sich die Detektivin (Magdalena), unterstützt von ihrem Gnom (Richard). Der Gnom hat eine hervorragende Intuition: Da müssen Frösche im Spiel gewesen sein, und zwar ungefähr 70 an der Zahl (Publikum) die der Gnom rappend zum wohltemperierten Quaken bringt. Falsch gedacht! Kein Frosch-Heer wartet auf die Zwei im geheimen Tempel, sondern Michael Jackson: „Billie Jean is not my lover …“ und… Licht!

12 VOR FUCHS SAGT DANKE AN DAS GANZE PUBLIKUM FÜR EINE MENGE ENERGIE, VORGABEN, UND FREUDE AN DIESEM FREI IMPROVISIERTEN ABEND!
(ms)

Crazy? Who? Me?

14. Februar 2010: Hütet euch vor den Ideen des März!

Trotz Faschingssonntag und gleichzeitigem Valentinstag fanden doch einige Fans und Neu-Zuschauer den Weg ins Narrenschloss, um dort mit einem Ideenfeuerwerk und zwei Gästen aus München belohnt zu werden: Klaus Peter moderierte souverän das Programm und lernte dabei durchaus das „richtige“ Vokabular für bestimmte Berufe - und Bettina verstärkte das Ensemble mit authentischem bayerischen Akzent und treffsicheren Gesangseinlagen.

Nach kurzem Aufwärmen des Publikums sah dasselbige einen Freestyle zum Thema „Aquarium“: Der Putzerfisch (Julia) sah seine Arbeit zu wenig gewürdigt, der Vater (Max) wollte den frisch gefangenen Blauwal doch nicht zum Abendessen zubereiten, Bettina behandelte Stefans Akne mit Algen, und Valeries Kind würde schon dieses Monat zur Welt kommen – also ein Fisch.

Im folgenden „Schlauchboot“ ergriff die zum Leben erwachte Museumsstatue (Max) die Gelegenheit, sich der praktisch wehrlosen Aphrodite zu nähern, Julia musste in einer unausgeglichenen Zweierbeziehung den Tisch ersetzen, und Julitta hatte sich selber im Keller eingesperrt, um sich mit Eriks Hilfe auch noch in der Tür einzuklemmen.

Nach einer verlorenen Wette musste Stefan im „Klingelspiel“ nach vierzig (oder waren es fünfzig?) Jahren wieder unsicher auf dem Eis stehen, doch Richard , sein Freund mit derselben Blutgruppe, half ihm aus seiner misslichen Lage und wurde prompt besungen - Erik sprang dazu wie noch öfters an diesem Abend von der Bühne ans Klavier - und damit für den abwesenden Andi ein.

Der potenzielle Mord vollzog sich im „Wendungs-Spiel“ nicht, wurde aber später mehrfach nachgeholt. Dafür offenbarte die Chefin der Hausverwaltung (Julia) ihre Liebe zum grantelnden, singenden Hausmeister (Bettina) , der nun auch noch Schulkindern deren Schuhe zubinden sollte.

Der fliegende Wechsel zwischen Western und Operette gelang dann im „Teamwechsel“: Der Stiefel, den sich Max anzog, flog in ein tiefes Loch und wurde vom sterbenden Erik schließlich doch noch seiner herzzerreißend singenden Mathilde (Magdi) zugeworfen.

Das „ABC-Spiel“ zeigte, dass ein Rauchfangkehrer (für unsere deutschen Freunde: Schornsteinfeger), wie zum Beispiel Richard, auch mal von bösartigen Kollegen farbig angemalt sein konnte, was zu einem heftigen Disput mit Magdi führte.

Den Abschluss des ersten Teils bildete das vom Publikum hervorragend gesanglich unterstützte „Musical“, wo durch die leicht beschränkte Putzkraft (Max) im Parlament ein Komplott zwischen einer nicht viel helleren Abgeordneten (Sabine) und einer Grün-Verachterin (Bettina) aufgedeckt wurde.

Nach der Pause fanden die von den Zuschauern fleißig ausgefüllten Zettel im „Zettelspiel“ ihre Verwendung: In schweinchenrosa wurde von Julitta eine Wand gestrichen, Julia musste ihre Grenzen akzeptieren und kaufte schließlich eine Heizung um 1,- im Angebot.

Die „Schriftstellerin“ Sabine schrieb darauf im gleichnamigen Spiel an einer Horrorgeschichte, in der eine junge Engländerin (Magdi) mit einem dämonisch singenden Bild von Henry IV. (Erik) und schließlich mit ihrem in ein Monster verwandelten Verlobten (Stefan) konfrontiert wurde.

Nach diesem Schock war es schön zu sehen, dass sich in der „Geometrischen“ Tanzeinlage mit Dixieland/Ragtime-Musik alle Verliebten, die jeweils nichts von einander wussten, so gut zu erkennen gaben, dass sie gefunden wurden.

Im folgenden „Fernseh-Switch“ kam es dann zu einem Kontrastprogramm zwischen dem Schunkellied im Musikantenstadl von Marianne (Sabine) und Michael (Stefan) über den Dschungel, dem Tatort mit der Frage, ob der Schiefer in der Leiche nun Buche, Sandelholz oder doch Kirsche war, und schließlich der ergreifenden Telenovela, wo der Vater (Max) noch im Sterben seiner Tochter (Sabine) und ihrem zum Selbstmord aufgelegten Verlobten (Stefan) im Weg lag.

Der letzte Höhepunkt des Abends war eine „Pyramide“ , in der sich ein Seehund (Stefan) für den Bundespräsidenten opferte, Richard ein Entführungsopfer zum Schein erschießen wollte und leider doch eine echte Pistole erwischte, die Bikini-Schönheit (Valerie) ihren Eisverkäufer (Stefan) doch nicht bekam, Julittas Beichte für einen vergesslichen Pfarrer (Stefan) noch mit einem persönlichen Gefallen aufgefettet werden musste, das kaputte Nintendo-Spiel von Bettina im Garten vergraben wurde und schließlich das Edelweiß unter dem Regenbogen doch noch Glück verhieß.

12vorFuchs dankt dem Publikum fürs Kommen und den beiden Gästen Klaus Peter und Bettina für ihre Teilnahme und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!

(yy)

Cave ideam - 14.2.2010

13. Jänner 2010: Alles neu im neuen Jahr.

12 vor Fuchs wird kurzzeitig zu 8 ohne Fuchs, die bunten Gefilde des Narrenschlosses blenden über in den futuristischen Filz des Roten Salons: Improtheater-Gastspiel im Pfeilheim.

Gewagte Übergänge bestimmten bereits das erste Spiel: Das Geburtstagsgeschenk für den Kleinganoven Fritzi entpuppt sich als Hauptrolle in einem Banküberfall. Die wirklichen Schwierigkeiten beginnen jedoch erst, als die Charaktere (Andi, Sabine, Richi) hemmungslos zu switchen beginnen.

Dem studentischen Schauplatz angemessen trägt 12 vor Fuchs zur Volksbildung bei: Die altbekannte Todsünde der superbia, der Eitelkeit, wurde in der anschaulichen Form eines Toasters dem Publikum als schmackhaftes Lehrstück näher gebracht. Von der Hybris des Spiegelbildes über das Eigenleben des Teddybären bis hin zur Liebe, die über Hüftknochen- und Backenzahnsurrogate geht: Die Eitelkeit äußert sich in mannigfaltiger Form (Max, Julia, Andi, Richi).

Exemplarisch ging es weiter. Eine scheinbar harmlose Konfrontation im Starbucks zeigte eindeutig, wie die Bedrohung der harmlosen Kaffeeschlürferin (Julitta) auf engstem Raum untrennbar mit unverantwortlicher Hundehaltung (Erik) verknüpft ist.

Unverantwortlich mit Sicherheit auch der nächste Beitrag. Die Freude über die endlich geschaffte Prüfung währte für vier lernfreudige Pfeilheim-StudentInnen (Andi, Julitta, Magdi, Julia) nicht lange, denn der Partytrip nach Prag mutierte zur Wer mordet zuerst? – Odyssee. Schließlich musste die Autobesitzerin unter den kalten Messern des Küchenmixers dran glauben – und das alles nur, weil ein harmloser zweiköpfiger Schmetterling totgeklatscht wurde.

Eine Uni-Toilette, der nächste Tatort, lieferte den zwischen Erzählungen des ungarischen Kloputzers (Erik), der studentischen Basisdemokratin (Magdi), des greisenhaften Facebook-Dozenten (Max) und der Verkörperung der Vornamensphobie (Sabine) oszillierenden Rahmen für eine faszinierende Spoon River – Geschichte. Denn vor Gott und auch am Klo sind alle Menschen gleich, das wusste schon Josef Hader.

Gleich darauf beachtete 12 vor Fuchs noch eine vielgeschmähte Berufsgruppe: Die einzigartige 66-teilige CD-Kollektion (Präsentation: Magdi und Richi) mit Goldenen Hits vom harten Los der Gefängniswärter löst Identitätskonflikte mit Rockmusik (Max), lässt Kerkermeister (Erik) und Eingekerkerte im französischen Chanson zueinander finden oder löst die Frage um den Traumberuf der Girlie-Bands (Sabine) des 21. Jahrhunderts. Die Antwort ist klar: Bankräuber...oder Gefängniswärter.

Hoch in die Lüfe und tief in den Magen-Darm-Trakt entführte gleich nach der Pause dann das Zettelspiel. Wo sonst könnte man über den Zusammenhang zwischen durch Transfette induzierter Diarrhöe (Magdi) und der auf Transatlantikflügen immanenten Gefühlskonfusion (Julia) informiert werden?

Harte Kontraste wurden auch im Figuren-Casting herausgearbeitet. Geteilter Meinung war das teutonisch-bajuwarische Moderationsgespann (Max, Erik) sowohl über vorarlbergerische Volkslieder vom Edelmetallgehalt der Morgenstunde (Julitta), bei dem so mancher Kulturbanause nur „Lala“ verstand, als auch über die streng rhythmisierte, dabei nicht weniger unter die Haut gehende Verarbeitung der Bar-Mitzwa Traditionen (Magdi) – auch wenn nicht jedem klar wurde, wo genau denn nun diese Bar eigentlich liegt. Ungeteilte Zustimmung fand schließlich die musikalische Verarbeitung von Existenzängsten in Studentenheimzimmern vom 8. Wiener Gemeindebezirk bis in die USA (Richi).

Große räumliche Distanzen mussten auch die Protagonisten (Max, Richi) im ersten Kapitel des neuen Mystery-Romans einer aufstrebenden Schriftstellerin (Sabine) zurücklegen. Aber wer hätte denn auch ahnen können, dass sich hinter all den Stuckaturen (Andi), den Kerzenleuchtern (Andi), verstaubten Schatzkisten (Andi) und mysteriösen Triangeln (Andi) schlussendlich der Höllenschlund selbst (Andi) verbergen würde?

Michael Jackson – Reminiszenzen und quer über die Bühne laufende Schrei-Performances waren nur zwei der Highlights der abschließenden Trigger-Geometrischen, die schließlich noch in ein wirklich abschließendes Pyramidenspiel mündete, in sich noch einmal ein ganzes Panorama vom Stardirigenten über eine entrückte Sekte bis zum dreiköpfigen Monster versammelte um noch einmal dem ganzen Publikum ein riesengroßes DANKE zu sagen – für die Einladung, fürs Kommen und fürs Dabeisein! (as)

Pfeilheimspiel
Beim wunderbaren Abend des 12.12.2009...

wurde bereits im Vorfeld des ersten Spiels die schreckliche Wahrheit verraten. Die weltweite Wirtschaftskrise hat auch vor der Impro-Branche nicht halt gemacht, Rationalisierungen und Personalkürzungen greifen um sich, dass es schließlich nur mehr heißt: Einer für alle! So ist es nicht weiter verwunderlich, dass in einer chaotischen Bahnhofssituation, in der weder Schaffner (Andi) noch die Fahrgäste (Stefan, Julitta) die Gleise aus dem Stegreif benennen konnten, die Anzahl der Mitwirkenden kontinuierlich verringert werden musste, bis schließlich nur mehr in Schichtarbeit gearbeitet wurde. Wenigstens das Pausenbrot der fürsorglichen Hausfrau und Gattin (Valerie) kam jedes Mal an.

Keine Berührungsängste mit österreichischem Brauchtum und der nahen und fernen Vergangenheit zeigten Publikum und Spieler beim anschließenden Genre-Wechsel. Von der drastischen Realität und den Existenzängsten junger Sternsinger (Max, Sabine) in ihrer Mission, von einem lispelnden Knauser (Erik) Geld für die gute Sache zu ersingen ging es über die Slapstick-Welt des Stummfilms zum nicht nur aus der Gender-Perspektive beinharten Alltag der Barockzeit, wo Spendenunwilligkeit auch zu Kopfverlust führen kann.

„Wo die Rosen fliegen“ wäre sicher ein schöner Songtitel, in der nächsten Szene klang es nicht nur einmal nach einem Lied. Anhand des Keksbackalltages eines jungen Paares (Richi, Julia) konnte man das gesamte Gefühlsspektrum der jungen Liebe nachvollziehen: Vom geilen Keksausstechen über Ringelschwänzchen zum schlussendlichen zweiten Heiratsantrag. Liebe geht durch den Magen!

Die Frage „Bin ich der Harrold?“ kann 12 vor Fuchs nach diesem Abend eindeutig mit Ja beantworten. Was mit einem großzügigen Geburtstagsgeschenk für die Zwillinge Franz und Franziska (Stefan, Julitta) begann, entpuppte sich als atemberaubender Thriller im Finanzmilieu: Entführungen, Luxusyachten und kreischende Möwen waren die Zutaten zu einer Story, die tiefe Einblicke in die hierarchischen Strukturen von Kreditanstalten und den unglaublichen finanziellen Wert von Rassehunden (Sabine) ermöglichte. Passend zur eingangs erwähnten Wirtschaftskrise wurde ebendiese Geschichte recycelt und dem Publikum in choreographierter Form näher gebracht: Im Doppel- und Triplepack sterben Hunde gleich noch mal so schön.

Maestro Max spornte nach der Pause seine Beats- und Töneboxende Truppe zu musikalisch-madrigal geremixten Höchstleistungen an. Perfekt als Einstimmung zur Beschau junger Talente, die ihre einzigartigen Fähigkeiten im Casting einer kritischen Jury preis gaben. Ob mit stoischer Ruhe Mandelentfernungen besungen (Stefan), elegant über fehlenden Backgroundgesang drübergeschummelt (Sabine) oder als Ersatz für den leider abwesenden Doktorenfreund Extrembergsteigerfahrungen verarbeitet wurden (Erik): Die aufstrebenden Nachwuchskünstler ließen sich nicht aus der Ruhe und oft kaum mehr vom Mikrofon wegbringen.

Eine Prüfungssituation ist allein schon schwer genug. Fast unmöglich wird das Ganze, wenn die lernwilligen Schülerchen (Julia, Julitta, Richi) von Klavierjingles (Andi) hin- und hergeschickt werden: Da wird halt der Schummelzettel zum Schummelfallschirmtuch und wir geraten zu der Erkenntnis, dass eigentlich Franz an allem Schuld war.

Europareise mit 12 vor Fuchs: Die Antwort auf die Frage Wer mordet zuerst? führte von Paris hinauf ins heimische Riesenrad, wo die Wiener Luft dem alten Französischlehrer Jean-Luc nicht gut bekam. Aus Eifersucht von seinem alten Schüler Etienne (Andi) mit der Zuckerwatte einer harmlosen Wiener Passantin (Magdi) erstickt: Da war doch nur die Liebe zu Monique (Julia) schuld.

Im Wiener Slang ging es im Monolog-Mix (Stefan, Magdi, Valerie, Erik) weiter: So erfuhr man aus den Berichten einer versoffenen Firmen-Weihnachtsfeier, dass sich die wahre Natur eines Menschen doch an den Gesichtern ablesen lässt: Man muss ihnen nur tief genug in die Augen sehen.

Den Schlusspunkt lieferte der exklusive Einblick in das Training von angehenden Geheimagenten. Mit Hut, Faust und ernster Miene wurde unter den wachsamen Augen des Publikums die Ausbildung mit einer erfolgreichen Geheimen Übergabe beendet. Beendet ist für 12 vor Fuchs allerdings noch lange nichts: Bereits am 13.Jänner gibt’s wieder ein Gastspiel im Pfeilheim. Wir würden uns freuen, Sie wieder begrüßen zu dürfen! (as)

Der zwölftliche Abend.
Frühstücks-Rückblick vom 4.10.2009

Morgens am Abend mit Fernbedienung, die Zweite...

Auch dieses Frühstück startete mit einem Griff nach den Sternen – diesmal für das Zwillingsfaultier. Unser Horoskop (Julia) versprach den Beiden eine spannende Woche, mit Direktverbindung nach Bali. Bei solchen Aussichten ist es auch halb so schlimm, wenn das Flugzeug eine kleine Bremsspur auf dem Balkon hinterlässt.

Schriftstellerin Regina Tauschitz (Sabine B) faszinierte mit einem Ausschnitt aus ihrem neuesten Roman: Detektiv Alonso (Max) – der möglicherweise auch eine Katze war - lässt sich nicht von einem ungebildeten römischen Straßenköter (Sabine F) unterkriegen und verfolgt hartnäckig die Spur der Käsediebe. Aber auch vor einem Hinterhalt schreckt er nicht zurück und entkommt der berüchtigten Mozzarellabande (Julia, Andi, Julitta) mit seinem Spezialtrick – Tote Katze.

Ein brisantes Thema beschäftigte die allmorgendliche Diskussionsrunde – Sind Frühstücksflocken kampfhamstertauglich? Wenn auch diese Frage nicht gelöst werden konnte, so wissen wir nun wenigstens, dass Theodor Wiesengrund Adorno Montage hasste, dass Hysterie in Diskussionen besser vorbereitet sein sollte und dass rosa Elefanten zwar nicht schmecken aber dafür zahm sind. (Julia, Sabine F, Sabine B, Andi)

Margareth Black (Sabine B) lüftete das Geheimnis ihrer Familie, und opferte sich und ihr Schlüsselbein für das Wohle des Dorfes. Der neue Horrorblockbuster lehrte dem Publikum das Gruseln. Aber auch Science-Fiction -Fans kamen bei der Sneak Preview auf ihre Kosten – Planet der Fremden, ein Film mit starker Handlung und vielen technischen Details. Ob der Tarnanzug des Commanders (Sabine B) wohl dem Ansturm der Androiden (Sabine F, Andi, Julia, Julitta) standhält? Als die Geier kreisten – Ein Western mit überraschender Wendung, der das Bild des einsamen Cowboys mit gestochen scharfer Szenenführung malte und dessen Zerissenheit mit Präzision auf den Punkt brachte. Und wem das alles nicht gefiel, dem blieb immer noch der Liebesfilm, eine moderne Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Sprachen der Liebe, deren Vokabeln der Hass, die Kontrollsucht und der Freiheitsdrang sind.

Mit Hilfe des Neuronenkappenvisualisators konnte der kurvenreiche Traum unserer albtraumgeplagten Studiogästin (Magdi), der in einer selbstgegrabenen Grube endete, visualisiert und anschließend vom erfahrenen Traumdeuter (Max) interpretiert werden: She is a Lady und es dreht sich alles um Sex.

Die beiden ModeratorInnen, Cynthia (Valerie) und Tim (Richi) führten mit Witz und Eleganz durchs Programm – Gute Ratschläge der Regie (Stefan) wurden gerne entgegengenommen und mit bestem (Wider)Willen erfolgreich umgesetzt. Auch das Publikumsspiel brachte wieder jede Menge Action. Nach einer sehr knappen ersten Runde konnte Bernhard seine Roboter zum Sieg steuern. Die Ausscheidung des Nachrichtensprecher-Nachwuchs-Wettbewerbs gewann Sabine B mit einer unglaublich u-losen Meldung zum verhexten Kicker Ronaldo, der mit seinen vielen Toren die Schamanen dieser Welt in Rage bringt.

Natürlich durfte auch die musikalische Untermalung nicht fehlen – Mit Liedern für die Tiere erreichten unsere SängerInnen die Herzen der Menschen. Eines wurde an diesem Morgen klar – ob sie miauen, quaken oder krähen, ob Schaf, Frosch oder Ente – der Welttierschutztag gehört ihnen allen. Und wer weiß, vielleicht waren auch Sie in einem früheren Leben eine Tanzameise? (Julia, Magdi, Max, Sabine B., Julitta)

Franz (Max) fand sein Herzblatt in Kandidatin Nummer Zwei (Magdi, Julia), die sich mit Spaghetti füttern lässt, um Franz von der Spinnenangst abzulenken. Kandidatin Nummer Eins (Sabine F, Sabine B) die sich gerne hinterm Ohr kratzt und mit Spinnen lieber gar nichts macht, ging dieses Mal leider leer aus. Oder war es umgekehrt? – Susi (Andi), die alles zusammenfasste und mit ihrer bezaubernden Stimme nicht nur Franz verwirrte, wird wohl allen in Erinnerung und im Herzen bleiben!

Und natürlich waren da noch - um ein Haar hätte ich’s vergessen: all die Werbungen für Waxy Wax, dem Enthaarungsgel für Haare, die an den falschen Stellen wachsen - damit die Stellen mit Haaren die Richtigen sind und falsche Stellen mit Haaren der Vergangenheit angehören!

Es war ein wundervoller Abend. Bald schon werden die 12 Füchse mit einem neuen Fuchs spielen; und, wie man hört, wird es beim nächsten Mal wieder etwas anderes, denn der Mensch lebt nicht nur vom Frühstück allein. Seien Sie also auch das nächste Mal wieder dabei, wenn es heißt: auch Impro muss sein. (jb)

Revenge of the breakfast
Frühstücks-Rückblick vom 10.6.2009

Frühstück mit Fuchs – die Sendung in der Sie sahen was Sie wollten...

Was die Sterne den Kiwis versprechen – das machte unser Horoskop (Julia) in beruhigender Weise klar: obwohl der Mond im 15. Haus steht und durch die 15 Kerne der Kiwi beeinflusst wird, macht es gar nichts, dass sie tot sind, die Kiwis. Als Geist kann man schließlich durch Wände gehen. Auch das Lama war tot gekocht besser als bewollt. Unsere wunderbare Köchin (Julitta) empfahl trockenen Rotwein zum kameloiden Paarhufer. Superbe!

Wenn Männer über Frauenpolitik diskutieren, müssen sie üblicherweise viel zitieren. „Was soll ich heute Abend kochen?“, bleibt da nur zusammenfassend zu sagen. Garfield, das reißfeste Allzweckklopapier, das den Helden (Max) zu Ranunkel (Sabine F.) brachte, ein Produkt, das in keinem Haushalt fehlen sollte. Hätten bloß die alten Ägypter auch schon davon gewusst, dann würden ihre Mumien (Irene) jetzt auch nach Vanille riechen!

Die sympathischen Moderatorinnen (Valerie und Magdi) wussten nicht nur das Publikum zu begeistern und charmant und galant durch den Abend, äh Morgen zu führen, nein, sie schafften es auch aktive Freiwillige zum Mitspielen zu bewegen! Das Bilderpuzzle wurde bravourös erraten: Irgendetwas ist untergegangen! Ob die Welt oder die Titanic, ehrlich, was macht das schon für einen Unterschied? Auch die Roboter fanden durch geschicktes Schulterklopfen ihr Gegenstück – ohne allzuviel explodieren zu müssen. Einen Applaus für unsere mutigen MitspielerInnen!

Flippie Joe (Richi) kann ein Lied davon singen, warum er Flippie Joe heißt. Das hat er auch getan. Dem Himmel sei Dank für die Erfindung des Wurlitzers. Gleich zweimal wurde er aufgebaut im Laufe des Abends. Die Angst (Julia) kroch von unten herauf als der Regisseur (Max) den Tanztheater-SpielerInnen Anweisungen gab. Gleich dreimal in unterschiedlichen Stimmungen traf die Antimaterie (Sabine B.) auf die Materie (Irene). Dann erst war der Regisseur zufrieden.

Wer würde seine Träume nicht manchmal gerne lebendig sehen? Der neue Neuronenkappenvisualisator macht’s möglich! Live findet der Traum statt und wird sofort seriös gedeutet. Der Traum vom Nachrichtensprecher ging leider nicht auf: Ohne „o“ sollten ModeratorInnen moderieren. Nöcht möglich!

Cattle Joe (Andi) musste sein Leben lassen. Conchita (Julitta) weinte. Ein Western, wie nur das Leben ihn schreiben kann. Sneak Previews gab es auch von dem neuen Science-Fiction-Abenteuer über den einsamen Kommander in seiner Raumkapsel, und einem Stummfilm aus der post(oder prä?)-Piano-Ära. Mit vier Niveausternen ausgezeichnet wurde die Verfilmung des neuen Rosamunde Pilcher Romans – eine dramatische Geschichte über Liebe, Verrat, Gift und nicht-tote Tanten.

In schönem Licht (Stefan) fand Opa in Britney seine verbotenen Liebe und verlor seinen Stock dabei. Auf einem Platz in Matzleinsdorf trafen sich vier Menschen bei der Straßenbahnhaltestelle und erwarteten voll Liebe, Eifersucht, Neid und Ekstase die Ankunft des neuen Niederflurwagens. Gott schütze die Wiener Linien!

Schalten Sie auch das nächste Mal wieder ein wenn es heißt: Frühstück mit Fuchs – die Sendung in der Sie sehen was Sie wollen! (iz)

Frühstück am Abend mit 12 vor Fuchs
Zuletzt gespielt: 13.5.2009

12vorFuchs war zu Gast im Studentenheim Pfeilgasse – wer dabei war, erlebte einen rasanten Impro-Abend!

Nach kurzem Aufwärmen der SpielerInnen und des Publikums bei dem so manche Gehirnhälfte nicht mehr so recht wusste, wo sie eigentlich hingehörte, ging es auch schon mit einem Genre-Schlauchboot so richtig los: während im Science-Fiction-Stil heftigst daran gearbeitet wurde, den desolaten Dusch-Roboter wieder voll funktionstüchtig zu bekommen, was aber in einem humanoiden Massenmassaker mit durchtrennten Gehirnhälften endete, wollte sich Westernheld Long John (Richard) seinem vermeintlichen Widersacher nicht so einfach geschlagen geben und ließ ausrichten: „Sag Little Joe dass ich komme!“ In der dritten Teilszene musste die Baby schaukelnde Sabine B. schnell erkennen, dass es nichts mit einem gemütlichen Abend werden würde, als ihr ihr leicht entrückter Freund offenbarte, wie lang er darauf gewartet hatte, mit ihr in diesem verlassenen Studentenheim mit dem schaurig-schönen Fußboden und den blinkenden Lampen allein zu sein und….

Weniger blutig ging es dann zu, als Valerie und Richard verzweifelt herauszufinden versuchten, was um Himmels Willen sie denn da für ein irres Gerät bei Sabine F. eigentlich reklamierten – was ja auch wirklich nicht gerade leicht ist bei einem Gewehr mit eingebautem MP3-Player und integrierter Seifenblasenmaschine! Überrascht dass man das (unbekannte) Ding nicht unbedingt im Wohn- und Badezimmer verwenden kann, gaben sie nach einigem Nachfragen doch endlich zu, dass sie es u. a. auch im Wald neben ein Reh gestellt hatten – welches dabei tot umfiel. Tja, die Technik entwickelt sich eben weiter…

Nachdem ein höchst experimenteller Regisseur (Max) eine Lehrer-Schüler-Szene vom Conan-Verschnitt über eine Verjüngungsszene bis hin zur schwedischen Version durch inszenierte, machte eine höchst sympathische, zum Turm mutierende Mülltonne (Sabine B.) in einem ergreifenden Kurz-Musical den beiden emotional so divergierenden Müllhaldenbewohnern (Julia und Max) klar, dass sie in Wirklichkeit wie füreinander geschaffen seien.

Vor einer kurzen Pause mussten noch zwei Mutige aus dem Publikum gefunden werden, um den beiden Marionetten (Richard, Julia) Leben einzuhauchen. Nach einigem Zögern waren schließlich doch zwei junge Damen dazu bereit – und steuerten unsere beiden Figuren auf fulminante Weise in einer Frisör-Liebes-Szene, dass es besser nicht hätte sein können – speziell dafür nochmals vielen Dank!

Nach der Pause ging es dann gleich heiß her, als ein Märchen, ein Krimi, ein Bollywood-Film und ein Soft-Porno gegeneinander ‚antraten’. Letzterer setzte sich schließlich doch recht klar durch – wer könnte auch schon zwei so hübschen, jungen, ahnungslosen (?!) Damen (Valerie + Irene) widerstehen – ganz zu Schweigen von dem charmanten Postboten (Andi) und dem Rohre verlegenden Installateur (Max) – ja und wenn dann auch noch die liebe Frau Mama (Sabine B.) auftaucht und sich mit den Zehen der Freundin vergnügt, während Tochter, Postbote und Installateur im Kasten….

Nun war es eindeutig Zeit für ein Kontrastprogramm: Bildungsfernsehen in Form einer Diskussionsrunde über das Zusammenspiel von Umweltverschmutzung und Finanzkrise – eigentlich ja ein Kinderspiel, wenn da nicht diese Publikumszettel wären…

Nach einer – insbesondere für Sabine F. schweißtreibenden – Saunaszene, kamen noch einmal die Zettel des Publikums zum Einsatz - wo es endlich geklärt wurde: Frauen fällt es aus rein anatomischen Gründen eindeutig leichter, erfolgreich Fallschirm zu springen!

Last but not least wurde – unter der virtuosen Begleitung von Andi am Klavier – der ehrenhafte Beruf des Metzgers besungen – ob Liebeslied oder Hard-Rock, so manch Verschiedenes findet sich da in dem 170-CD-Album mit seinen 2345 Lieder – zu dem man obendrein bei schneller Bestellung sogar noch einen roten Kugelschreiber dazu geschenkt bekommt…

Ein Geschenk für uns war schließlich der tosende Applaus, der noch eine Zettel-Freeze-Zugabe zur Folge hatte – vielen Dank an dieser Stelle all jenen, die dabei gewesen sind und für die tolle Stimmung gesorgt haben – ganz im Speziellen natürlich an Andi und alle MitorganisatorInnen!

Und für alle, die es diesmal verpasst haben: wir spielen wieder! Das nächste Mal am 10. Juni (diesmal im Narrenschloss) und freuen uns über euer Kommen! (sf)

Zuletzt gespielt: 3.4.2009

12 vor Fuchs hatte sich friedlich auf einen Aufführungstermin geeinigt,

und genau so friedlich wurde dieser auch – im wahrsten Sinne des Wortes – über die Bühne geschoben, gestoßen, gehüpft, geworfen, gesungen, gekreischt und gebracht.

Und nahezu all das schon in der ersten Szene, in der (von Sabine F., Richi, Julia, Julitta, Irene und Max) gezeigt wurde, dass unterschiedliche Drehbücher absolut überbewertet werden, schließlich kann auch ein hartgesottener Westernheld in teenagerhafter Panik „Aaaaaa! Halt mich fest!“ kreischen- wollen sie das nicht in Wirklichkeit alle?

Ganz bestimmt wollte es das Mädchen (Sabine B.) aus dem weltbekannten Märchen „Allerlei Rauch“ die durch den Apfel den sie eigentlich gerne wieder zurückgegeben hätte den Kern der Weisheit in sich aufnahm aber erst mit (Richis) Birne so richtig glücklich war.

Mindestens so gerne hätten die beiden Damen (Magdi und Julia) dieses „Ding“ zurückgegeben, aber wer weiß, ob die Verkäuferin (Sabine F.) das noch zurücknimmt, schließlich sollte man den singenden Toastbohrer weder mit CDs füttern, noch den Hühnern vorwerfen. Na dann doch lieber die Zigaretten in den Kühlschrank. Schließlich sind sie gut verdaut gar nicht mal so ungesund, wie eine zuverlässige Quelle (Andi) bestätigt.

Nachdem ein Team aus Versicherungsvertretern, Tierbändigern und Astronauten die sich als Tänzerinnen tarnen wollten von Ihnen todsicher als solche entlarvt wurden – Hut ab! - begab sich 12 vor Fuchs unter die bionischen Artchitekten und baute –tatatata – eine Pyramide auf dem Rücken eines Marienkäfers. Wenn dafür der Kapitän (Richi) einen Abgang über die plötzlich verschwundene Planke machen, oder eine Verschiedene der Pathologin (Sabine F.) als innovatives Deko-objekt dienen muss, soll das nicht weiter stören. Schließlich geht es ja nicht einmal im Kloster immer mit rechten Dingen zu- vor allem, wenn die Inspektion dort gerade dann stattfindet, wenn Sie, verehrtes Publikum, gerade als Soundeffektteam agieren, und unsere Oberschwester (Sabine F.) so richtig in die Bredouille bringen, und sei’s nur mit dem sanften Säuseln von Blättern im Wind.

Ganz ähnlich erging es den beiden Edelleuten aus dem Mittelalter (Max und Andi), die ihren innewohnenden Fußfetisch erst durch Ihre Zettelbeiträge so richtig erkannten, und ob ihrer zärtlichen Annäherungsversuche eigentlich so gar keine Lust aufs Aquariumputzen hatten. Na wenn das das gemeine Volk wüsste!

Vor der Pause kam dann die Pause – die Werbepause. Vorgestellt wurden von unserem unfassbar begeisterten Moderatorenteam (Irene und Max) die „Golden Hits der Wimpernbieger“. Ja, diese Kollektion darf in keinem Haushalt fehlen, schließlich beinhaltetet sie vergriffene Juwelen wie den Hip-Hop Charthit „Wenn du mir nicht biegst Wimper, ich bieg dir die Nase, Oida“ (von Richi, Madgi und Band) und das geheime Titellied des Musicals „Hair“ „Nicht nur deine Wimpern, dein ganzes Haar“ (Sabine B. und Julia).

Die zweite Hälfe des Abends erzählte eine besondere Lebensgeschichte. Die von Manuela Vbrcalek (Julitta). Kannten Sie sie nicht? Wir auch nicht. Zu Beginn wusste selbst sie nichts über sich. Außer vielleicht, dass sie bei der Vergabe der Selbstlaute leider gefehlt hatte. Aber auch danach ging so einiges schief. Ihren Traum vom Feuerwehrmann-werden kann sie nur verwirklichen, indem sie ihrem Bruder Roland (Andi) das Bauklotzhäuschen anzünden lässt. Dafür gab’s keinen Ärger, die Eltern waren schließlich kaum da. Aber als ihr über 30 Jahre alter Hund einen Passanten beißt, muss sie gleich ins Gefängnis. Dort tauscht sie mit der Kindesmörderin (Magdi) Gedanken über den Sinn des Lebens aus. Schließlich begibt sie sich dann doch auf eine große Reise – wie könnte es anders sein – nach Feuerland.

Und damit blieb uns nur noch eines zu tun – uns zu verbeugen und zu bedanken – bei Ihnen nämlich. Für die großartigen Vorgaben, fürs Kommen, fürs Zuschauen, fürs mit uns Weinen und Lachen.

Vorhang zu. Bis zum nächsten Mal! (js)

12 vor Fuchs hat sich friedlich auf den nächsten Aufführungstermin geeinigt!
Zuletzt gespielt: 30.1.2009

Also sowas! 12 vor Fuchs spielte wieder und hier können Sie lesen, was.

1. Szene: „Dreh das Licht ab!“ – Ein ungewöhnlicher Beginn für eine Theateraufführung? Nein, es passt schon so. „Dreh das Licht ab!“ – kein ungewöhnlicher Beginn für einen fuchsigen Improabend, denn dass Befehle wie dieser geradlinig befolgt werden ist dem Improkenner als Unart bekannt. Und 12 vor Fuchs blieb artig und drehte das Bühnenlicht so richtig auf.

Und in diesem Lichte bekamen wir zunächst einmal die erste Präsidentin der USA zu sehen (Irene). Mrs President überzeugte durch rhetorische Brillianz die Welt von der Macht des Wandels, der aus dem Heißluftballon-Rauswurf eines Klempners (Andi) und einer alleinerziehenden Fünffachmutter (Valerie) resultieren sollte.

Unbeeindruckt davon gaben sich gleich darauf die greise gewordenen Altpfadfinder (Julitta, Richard, Magdalena), die von ihren einstigen Sternstunden ein Lied zu singen wussten.

Im flotten Tempo nahm eine lehrreiche Vorstellung ihren Lauf: Sabine B. klärte uns auf, warum Jesus Christus uns von Fischgräten erlösen hätte sollen, und warum Neandertaler lieber Knochen aßen, obwohl im gelobten Land schon die grausame Praxis des Mehr-Teilens erfunden war. Richard hingegen lüftete das Geheimnis, was Ameisenkolonien mit dem Tauchgang von Franzis Zahn zu tun hatten. Um den Lehrwert des Proseminars „12 vor Fuchs“ noch zu steigern, scheute man auch vor einem Expertenvortrag zu einem delikaten Themen wie Nacktschneckenexkrementen nicht zurück.

Nach einem Geheimdienstmord in einer Starbucks-Filiale (Julia, Andi) und einem Urenkel/Opa Intermezzo (Sabine F., Valerie) fand die erste Hälfte des Abends ihren schillernd-poppigen Abschluss in der zweiten Auflage des Interkontinentalen Songcontests. Der Kandidat aus Indien (Max) setzte sich mit einer sozialkritischen und politisch kontroversiellen Ballade durch, auf den Plätzen die charmant-rustikale Schweizerin (Sabine B.) mit ihrem Lied über die nackte Kuh und der traurige, aber nicht hoffnungslose Kasache (Richard) mit einer Litanei über seine Wunschstaatsbürgerschaft.

Die zweite Hälfte stand dann ganz im Zeichen des freien Spielens zu Impulsen aus dem Publikum. Unvergesslich stand in ihrer Mitte die tragisch verstrickte Geschichte jener Familie, deren zwei Väter, deren vom Schicksal gebeutelte Mutter und die papierotrophe Katze alles konnten, nur nicht ihre Töchter versorgen (Max, Richard, Sabine B., Irene, Sabine F., Julia, Valerie). Auch im zweiten Teil war Gesang zweimal das Mittel der Wahl, um den Frust einer Betrogenen (Valerie) und den einer ausgenutzten Bügelfrau loszuwerden (Sabine B.). Für prickelnde Erotik sorgte zwischendurch der angeklagte Sünder, der von vielen Händen verwöhnt zu werden wusste (Max).

Wenn Sie dabei waren, 12 vor Fuchs sagt DANKE für die tollen Spiele, die Sie uns gezogen haben, für wunderschön spielbare Vorgaben und für Ihr zahlreiches Erscheinen! Und suchen Sie sich ihren Lieblingsmoment und nehmen Sie ihn mit zum Start in dieses neue Impro-Jahr 2009!

Und wenn Sie nicht dabei waren: Wir kommen wieder! Mehr demnächst auf dieser Website.
(ms)

12 vor Fuchs spielt wieder. Und noch immer weiß niemand, was.
Zuletzt gespielt: 8.11.2008

12 vor Fuchs spielte mal wieder. Und niemand wusste so genau, was.

Und das war auch gut so, denn das war das Motto des Abends:

Das Publikum zieht die Spiele live und direkt. Mehr Impro geht nicht. Oder?
Finden Sie es mit uns beim nächsten mal heraus...

Danke an Alexander für das Video
12 vor Fuchs spielt wieder. Und noch immer weiß niemand, was.